Das Scharze Schaf geht an die Firma netsolution FZE
Unlautere Wettbewerbsmethoden, mit denen die Firma netsolution FZE, Betreiber der Internetseite nachbarschaft24.net, auf Kundenfang geht, veranlassten die Internet-Agenten von P4M, dem Unternehmen mit Sitz in Dubai den Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“ für den Monat März zu verleihen.
Mit einer einfachen, jedoch sehr effektiven Masche lockt die Firma netsolution FZE mit Sitz im fernen Dubai Internetnutzer auf ihre Seite nachbarschaft24.net. Nach kostenpflichtiger Registrierung haben Nutzer dort die Möglichkeit, andere registrierte Mitglieder aus ihrer Nachbarschaft näher kennen zu lernen. Dass bei der Registrierung ein Vertrag mit zweijähriger Mindestlaufzeit und monatlichen Nutzungsgebühren in Höhe von neun Euro abgeschlossen wird, geht durchaus aus der Startseite und in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen hervor. Auch die gesetzliche Widerrufsfrist von Fernabsatzverträgen gemäß § 312 des BGB wird nicht umgangen. Soweit geschieht noch keine Rechtsverletzung.
Aber: Das „unlautere“ Wettbewerbsverhalten der Betreiberfirma zeigt sich in ihren Werbemaßnahmen. Wie P4M von mehreren Verbrauchern gemeldet wurde, verschickt das Support-Team der Website an Internetuser E-Mails mit personalisierten Links. Gelockt werden die ahnungslosen Verbraucher mit Nachrichten, die angeblich jemand aus ihrer Nachbarschaft auf der Seite nachbarschaft24.net für sie hinterlassen habe. Neugierige User, die den Link in der E-Mail anklicken, gelangen auf die Startseite der Website, auf der bereits ihre Kontaktdaten in die dafür vorgesehenen Felder eingetragen wurden. Unerfahrene Nutzer haben so nach nur zwei Klicks bereits einen gültigen Vertrag abgeschlossen. Die in der Köder-E-Mail angekündigte Nachricht existiert laut den betroffenen Usern jedoch gar nicht. Stattdessen flattern den Nutzern Rechnungen ins Haus. Bei Nicht-Zahlung und Kündigungen erhalten sie außerdem überzogene Forderungen eines Inkassounternehmens.
„Mehrmalige Versuche unsererseits, mit der Firma Kontakt aufzunehmen, um den Sachverhalt zu klären, blieben leider erfolglos“, sagt Hubert Neuner, einer der beiden P4M-Geschäftsführer. „Wir raten Internetusern, derartige E-Mails erst gar nicht zu öffnen, sondern sie gleich zu löschen, da es sich in den meisten Fällen um unseriöse Spam-E-Mails handelt.“
Haben Nutzer die E-Mail trotzdem geöffnet und den Link angeklickt, können sie sich jedoch wehren, da es sich bei dem Erhalt derartiger E-Mails um eine unzumutbare Belästigung i.S.d. § 7, Abs. 2, Nr. 3 UWG und somit um eine unlautere Wettbewerbshandlung handelt, sofern der Nutzer vorher in keinerlei geschäftlicher Beziehung zu dem Unternehmen stand.
Um auf unlauteren Handel im Internet und die kriminellen Methoden von Internetbetrügern aufmerksam zu machen und Verbraucher vor den dreistesten Betrügern und Betrugsmaschen im Internet zu warnen, haben die Internet-Agenten von P4M im April 2006 die Initiative „Das Schwarze Schaf“ ins Leben gerufen. Seitdem zeichnen die P4M-Internet-Agenten monatlich die dreistesten Rechtsverletzungen im Internet mit dem Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“ aus. Dazu wählt P4M aus allen gemeldeten Fällen von Verbrauchern und Firmen den frechsten Fall aus und ernennt ihn zum „Monatsschaf“. Einmal jährlich ernennt dann eine Jury namhafter Vertreter aus Politik und Wirtschaft aus allen „Monatsschafen“ ein „Jahresschaf“. Veröffentlicht werden die Schwarzen Schafe auf der Homepage www.das-schwarze-schaf.com.
Verbraucher und Unternehmen können P4M ihre persönlichen Schwarzen Schafe per Fax unter der Nummer + 49 (0) 89 / 79 07 8-333 oder per E-Mail an die Adresse email hidden; JavaScript is required schicken. Weitere Informationen gibt es unter www.das-schwarze-schaf.com.
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Nun, mich hat es auch erwischt, Asche auf mein Haupt. Immer vorsichtig mit “solchen Angeboten” hab ich doch tatsächlich auf die Schnelle meine Daten preisgegeben. Ausschlaggebend war eine telefonische Voice-Mail mit dem Hinweis, ein Nachbar hat eine Nachricht hinterlegt, “bitte geben Sie folgenden Code *** auf der Internetseite “nachbarschaftspost.com” ein. Wäre bei mir nicht unwahrscheinlich, also auf die Seite geklickt, Code reingehakt und zur “Verifizierung” die Telefonnummer und meinen Namen (die hatten die ja nun schon, wegen des Anrufes, dachte ich mir) uuuuuund meine E-Mail Adresse (das hätte ich mal besser gelassen´…) AGB`s angehakt, den “Senden jetzt-Button” geklickt und los…?????
Keine Info zur angeblichen Nachricht meines Nachbarn. Nun hatte ich Zeit, mir mal die AGB´s und Nutzungsbedingungen genauer durchzulesen und schon war alles klar. Nett: Dubai, noch netter: Monatsbeitrag 9.-, sehr günstig*g*. Am nächsten Tag die E-Mail mit der Begrüßunng als neues Mitglied und die Login Daten, die ich tunlichst nicht benutzt habe. Immerhin fand sich der Linkhinweis auf die Widerspruchsbedingungen. E-Mail verfasst mit Widerrufserklärung und Weitergabe an Dritte und Drohung Rechtsnawalt und Frist auf Anerkennungserklärung dieses Schreibens. Heute werde ich das Ganze noch per Fax schicken.
Dank diverser Foren (auch diesem) schnell Klarheit, dass auch viele Andere diese Sch**** am Laufen haben. Ich bin gespannt, ob nun Rechnungen kommen, da meine Widerspruchsmail entgegen anderer Geschädigter übermittelt wurde. Nun warte ich auf Antwort und ich schätze, da kann ich lange warten. Aus meiner Sicht alles gemacht, was nötig ist. Ärgerlich nur, dass es scheinbar alles sehr langwierig ist. Ich schreibe wieder, wenn ich von diesen Möchtegern-Scheichs höre. Sollen die doch im Sand von Dubai verschwinden!!!!